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Überraschend gelungene "Scream"-Fortsetzung

Scream 4Ein anonymer Anrufer, der mit verzerrter Stimme nach dem Lieblingshorrorfilm fragt, ist auch in "Scream 4" ein schlechtes Omen: Ghostface treibt wieder sein Unwesen und nimmt sich einen Teenager nach dem anderen vor.

Inhalt: Sidney (Neve Campbell) scheint maskierte Mörder regelrecht anzuziehen. Auch 15 Jahre nach ihrem ersten Überlebenskampf hat man es nun schon zum vierten Mal auf die inzwischen erfolgreiche Autorin abgesehen. Eine Lesereise führt sie zurück in ihren Heimatort Woodsboro, wo einst der Horror begann und nun eine blutige Fortsetzung findet.

Kaum ist Sidney in der Stadt, schlägt ein neuer "Ghostface"-Killer zu und schlachtet Teenies ab. Vor allem hinter der Clique um Sidneys Cousine Jill (Emma Roberts) scheint der Täter her zu sein. Dazu gehören auch die Jungs Charlie (Rory Culkin) und Robbie (Erik Knudsen), ihres Zeichens Horrorfilm- und Internetexperten.

Ist es nur ein Zufall, dass Ghostface diesmal Webcams einsetzt, um seine Morde live ins Netz zu übertragen? Wollen die Teenies etwa die alten Woodsboro-Taten neu inszenieren? Sheriff Dewey (David Arquette) tappt wie immer im Dunkeln und käme ohne die Unterstützung seiner ehrgeizigen Frau Gale (Courteney Cox) so gar nicht voran. Bei ihren Ermittlungen bringt sich die mutige Journalistin aber selbst in tödliche Gefahr.

Ghostface geht diesmal besonders clever und brutal vor. Doch wer steckt hinter der Maske? Werden Sidney, Gale und Dewey erneut überleben oder endgültig zu Opfern des Killers? Es bleibt spannend im kultigen "Scream"-Universum!

Kritik: Die erfolgreiche Horrorfilmreihe "Scream" war eigentlich nach dem dritten Teil abgeschlossen. Genre-Spezialist Wes Craven versprach damals hoch und heilig, es werde kein weiteres Sequel folgen – zumindest nicht mit ihm auf dem Regiestuhl.

Nun kam es doch ganz anders: Elf Jahre nach Teil 3 hat sich Craven nochmal breitschlagen lassen, genau wie Drehbuchautor Kevin Williamson und die Schauspieler Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette. Das Mitwirken der wichtigsten Personen aus der Original-Crew ließ auch die Hoffnung der "Scream"-Fans steigen, dass die unerwartete Fortsetzung gelingen würde.

„Was ist dein Lieblingshorrorfilm?“

Tatsächlich schafft es diese trotz der langen Pause überraschend problemlos an die Originale anzuknüpfen. "Scream 4" besinnt sich auf all die bewährten Zutaten, welche die Serie schon damals von anderen Teenie-Slashern abgehoben hat: Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie, wunderbaren Referenzen an das Horror-Genre und insbesondere an den ersten "Scream"-Film punktet der Streifen von der ersten Minute an.

Das "Film im Film"-Spiel, mit dem sich schon Teil 2 und 3 selbst parodierten, wird diesmal auf die Spitze getrieben. Trotz der vielen Gags bleibt es richtig spannend, die Mordszenen sind sogar deftiger denn je ausgefallen. Das neue Sequel ist also wieder Horrorfilm, Parodie und Teenie-Komödie gleichermaßen.

Die neue "Scream"-Generation

Erfrischende Newcomer wie Emma Roberts, Hayden Panettiere und Rory Culkin stehlen den Altstars in "Scream 4" die Show. Natürlich war das aber beabsichtigt, um ein junges Publikum ins Kino zu locken. Während Courteney Cox und David Arquette durchaus noch tragende Nebenrollen spielen, geht Neve Campbell leider ziemlich unter. Sie dient quasi nur als Aufhänger, um die neue Mordserie ins Rollen zu bringen.

Das Blutgemetzel mit Ghostface läuft selbstverständlich nach altbekanntem Strickmuster ab – dank der bissigen Inszenierung aber ohne zu langweilen. Die überraschende Wendung zum Showdown und die finale Auflösung waren bei "Scream" eben schon immer wichtiger als die Story. Fans werden also garantiert auf ihre Kosten kommen.

Ton und Bild der DVD sind exzellent, die Extras mit geschnittenen Szenen, Hintergrundberichten, Interviews und einem englischen Audiokommentar obligatorisch. (TEXT-BAUER)

"Scream 4" - erschienen am 20.10.2011 auf DVD und Blu-ray. Preis: ca. 14 Euro (DVD), ca. 17 Euro (Blu-ray)

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